HG_Kopf
Mainufer
Das alte Mainufer von Frankfurt
Geboren wurde ich am 1948 in Frankfurt am Main, wo ich auch meine Kindheit verbrachte. Im Juni 1967 machte ich mein Abitur an der Carl-Schurz-Schule. Wenige Wochen zuvor hatte ich meinen Einberufungsbescheid erhal­ten. Im Gegensatz zu den meisten meiner Al­tersgenossen hatte ich noch keinerlei Vorstel­lungen, was ich nach dem Abitur anstellen soll­te. Die damalige Wehrpflicht verschaffte mir Zeit, in Ruhe weiter darüber nachdenken zu können.
Der Grundwehrdienst dauerte damals 18 Mo­nate. Ich verlängerte auf zwei Jahre und schlug die Reserve-Offizierslaufbahn ein. Die Bundeswehr verließ ich als Fähnrich und wur­de ein Jahr später zum Leutnant der Reserve befördert.
Meine Entlassung zurück ins Zivilleben erfolgte Ende Juni 1969. inzwischen hatte ich beschlossen, Elektrotechnik studieren zu wollen. Ich bewarb mich dazu bei den Techni­schen Hochschulen Darmstadt und Karlsruhe. Das dazu erforderliche Grundpraktikum absolvierte ich bei den Farbwerken Höchst AG.
Aachen
Das Aachener Rathaus
Nun hatte in diesen Jahren die grosse Studen­tenschwemme begonnen, von beiden Hoch­schulen erhielt ich Absagen. Deswegen be­gann ich mein Studium an der RWTH Aachen. Sie forderte damals keine Bewerbung, man konnte einfach hingehen und sich einschrei­ben. Dies tat ich mit der festen Absicht, nach zwei Jahren mit erfolgreich bestandenem Vor­examen nach Darmstadt, also wieder in die Nähe Frankfurts, zu wechseln.
Das Leben wollte es anders. Im zweiten Teil des Vorexamens versemmelte ich die Prüfung Grundgebiete der Elektrotechnik 3 und 4. Dies bedeutete, ich musste zunächst einmal in Aachen bleiben, um diese Prüfung wiederholen zu können. Ich konnte aber ganz normal weiterstudieren, wobei mich auf ein Fachgebiet festlegen musste. Ich entschied ich mich die Fachrichtung elektrische Nach­rich­ten­technik.
Als Folge der nicht bestandenen Prüfung regte sich in mir das schlechte Gewissen. Ich nahm deshalb - zusammen mit einem Leidensgenossen - freiwillig an einem Programmier­kurs für die Sprache FORTRAN IV teil, den das Rechenzentrum der RWTH in den Seme­sterferien anbot. Dies war mein erster Kontakt zu einem Digitalrechner, einer CDC 6400 der Firma Control Data.
Obwohl ich die Nachprüfung ein halbes Jahr später ohne Probleme bestand, blieb ich in Aachen. Ich hatte festgestellt, dort wurde fachlich mehr geboten als in Darmstadt. Aus­serdem hatte ich mich inzwischen in dieser Stadt eingelebt.
Da nun auch das Gewissen wieder beruhigt war, ruhten erst einmal meine Kontakte zu Computern. Diese frischten sich erst wieder auf, als die Anfertigung einer Wahl- und einer Diplomarbeit anstand. Zur damaligen Zeit war es traditionelle Gepflogenheit, dafür irgendein elektrisches / elektronisches Gerät zu basteln entwickeln. Nun war und bin ich alles andere als ein Virtuose im Umgang mit dem Lötkolben. Ich suchte mir deshalb Themen aus dem Gebiet Streifenleitungen, deren Entwurf rechnergestützt erfolgen muss. Dazu war es auch erforderlich, die erworbenen Kenntnisse in FORTRAN IV zu vertiefen und sich auch Kenntnisse des Betriebssystems anzueignen.
Nach erfolgreichem Ab­schluss als Dipl. Ing. blieb ich an der RWTH Aachen und ab­solvierte ein wirt­schafts­wis­sen­schaft­liches Aufbaustudium. Während dieser Zeit war ich auch als wis­sen­schaft­liche Hilfskraft am Institut für Hochfrequenztechnik beschäftigt. Während dieser Zeit hatte ich weiterhin mit einem Grossrechner zu tun. Das Rechenzentrum der RWTH hatte inzwischen eine CDC Cyber 175 angeschafft. Deren Bedienung konnte nun mittels Terminal erfolgen. Meine Diplomarbeit zu einem Thema aus dem Bereich der Linearen Optimierung, einem Teilgebiet des Operations Research, erforderte ebenfalls die Nutzung eines Grossrechners.
Nach erfolgreichem Abschluss als Dipl. Wirtsch. Ing. war ich zunächst als Systemingenieur im Fachbereich Nachrichtentechnik bei der Elektronik System GmbH (ESG) in München angestellt. Hier kam ich mit Rechnern der Firmen Siemens und Digital Equipment in Kontakt.
Fünf Jahre später wechselte zu MBB (heute: Airbus Defence and Space) in den Bereich Raumfahrt. Bedingt durch diverse Firmenzusammenschlüsse auf nationaler und interna­tionaler Ebene war ich dort in mehreren Fachgebieten tätig (Satelliten-Kommuni­kation, Erderkundung, Antennen) tätig. Die letzten 10 Jahre meines Berufslebens war ich im Unternehmensbereich Informationstechnologie eingesetzt.
In dieser Firma erlebte ich mit, wie der PC Einzug hielt. Zunächst bestand ein fröhliches und friedliches Nebeneinander von Macintosh und Windows- Systemen, bis dann die Macintoshs grossen Vereinheitlichungs-Projekten zum Opfer fielen.

Horst_6x9 Seit Mai 2013 bin ich Rentner. Ich habe im Laufe meines Lebens na­türlich nicht nur studiert, gear­beitet, Bücher und Artikel geschrieben, Vi­deo-Schulungen vorbereitet und auf­genommen, und einiges mehr.
Meine Hobbies sind sind nie zu kurz gekommen. Zu ihnen zählen unter Anderem Bergwandern, Reisen, Fussball und Handball. Seit einigen Jahren leite ich die Handball-Abtei­lung meines Sportvereins. In dieser Funktion zählt es unter anderem zu meinen Aufgaben, mich um den Web­auftritt der Abteilung zu kümmern.